Über 50 Jahre unverfälschte Wiener Beislkultur
Das Gasthaus zum Sieg in der Haidgasse 8 im zweiten Bezirk ist kein gewöhnliches Lokal — es ist eine Zeitreise durch fast vier Jahrhunderte Wiener Geschichte. Wer durch die schlichte Eingangstür tritt, betritt ein Haus, das Türkensturm, Kaiserzeit und zwei Weltkriege überstanden hat.
Bereits 1632 wird das Gebäude erstmals urkundlich erwähnt. Es stand damals im Ghetto und gehörte einem Israel Liebermann. Während des Türkensturmes im Jahr 1683 wird es gleich allen anderen Vorstadthäusern von den Verteidigern niedergebrannt, um den Angreifern das unbemerkte Vordringen gegen die Mauern unmöglich zu machen.
Zwei Jahre später kommt die Brandruine als Geschenk der Stadt Wien in den Besitz von Georg Kolschitzky — jenem Mann, der nach neueren Forschungsergebnissen gar nicht der erste Kaffeesieder gewesen sein soll, dafür aber sicher der erste Meister der Public Relations Wiens war.
„Das mit Abstand beste Gulasch von Wien — wahrscheinlich sogar Österreichs."
— Tripadvisor-Gast, 5 SterneSeit 1952 führt Leopold Kremser jun. die Gastwirtschaft „Zum Sieg" — in der Tradition seiner Familie und mit dem unerschütterlichen Glauben, dass einfache Dinge, gut gemacht, das Schönste der Welt sind.
Das Gebäude in der Haidgasse 8 wird erstmals urkundlich erwähnt. Es stand damals im Ghetto und gehörte einem Israel Liebermann — eines der ältesten Häuser Leopoldstadts.
Während der Zweiten Wiener Türkenbelagerung wird das Haus gleich allen anderen Vorstadthäusern von den Verteidigern niedergebrannt — um den Angreifern das unbemerkte Vordringen gegen die Stadtmauern unmöglich zu machen.
Die Brandruine kommt als Geschenk der Stadt Wien in den Besitz von Georg Kolschitzky — Wiens erster Meister der Public Relations, dessen Geschichte bis heute in der Schule erzählt wird.
Der Leopoldstädter Richter Andreas Hofmeister hatte das Haus 1763 erworben. 1779 findet sich darin erstmals ein Gasthaus: die „Zur Goldenen Artischocke" mit einer radizierten Maria-Theresianischen Konzession.
1823 bekommt das Gebäude seinen zweiten Stock und damit seine heutige Gestalt. Fünf Jahre später erhält es unter Johann Schramm das Hauszeichen „Zum Sieg" — als Erinnerung an die Schlacht bei Aspern 1809, bei der Erzherzog Karl Napoleon besiegte: Napoleons erste Niederlage. Das heutige Bild wurde 1978 von Prof. Rüdenauer angefertigt.
1930 übernahm Leopold Kremser sen. die Gastwirtschaft von einem Herrn Weiss. Seit 1952 ist Leopold Kremser jun. der Wirt der Gastwirtschaft „Zum Sieg" — und pflegt die Tradition des Hauses mit Herzblut bis heute.
Kein Convenience-Food, keine Fertigsaucen. Jedes Gericht wird nach überlieferten Rezepten täglich frisch zubereitet — so wie es sich für ein echtes Wiener Beisl gehört.
Zwettler und Zipfer frisch gezapft — das ist kein Luxus, das ist Standard im Gasthaus zum Sieg. Ein gutes Bier zum guten Essen, so einfach ist das.
Die Einrichtung, die Atmosphäre, der Geruch von Küche und Geschichte — das Gasthaus zum Sieg ist ein lebendes Museum des Wiener Gasthauslebens.
Freundlichkeit, Direktheit und ein Augenzwinkern. Das Servicepersonal kennt seine Stammgäste beim Namen — und die Neuen werden genauso herzlich begrüßt.
Fußball, Eishockey, Ski — wenn Sport läuft, ist das Gasthaus zum Sieg der beste Platz der Stadt. Gemeinsam mitfiebern, wie es sein soll.
Hunde willkommen, Familien willkommen, Stammgäste und Erstbesucher gleichermaßen. Im Gasthaus zum Sieg ist jeder Gast ein Mensch — nicht eine Bestellnummer.
Die beste Art, unsere Geschichte kennenzulernen, ist ein Besuch. Ein Gulasch, ein Zwettler vom Fass, und Sie verstehen sofort, warum dieses Lokal seit über 50 Jahren existiert.